Kleine Zutatenkunde
Die Hefe
Die Geschichte der Hefe begann vor ca. 6000 Jahren, als zumindest
ihre Wirkung beobachtet wurde. Die Ur-Ägypter nutzten
dasGärvermögen der Hefebereits zum Brotbacken, obwohl
sie noch nicht wußten, wie das vor sich ging. Hefe wird
heute wie damals zur Teigauflockerung und in der Weinherstellung
verwendet.
Die Butter
Erst durch die Butter bekommt der Stollen wie auch andere Kuchen
seinen Geschmack. Deshalb sollte man, wenn in den Rezepten Butter
gefordert ist, auch nicht darauf verzichten.
Die Mandeln
Die Mandeln stammen ursprünglich aus dem Gebiet von Persien,
Palästina und Assyrien. Heute weden sie im Mittelmeerraum,
im Vorderen Orient, im südlichen Rußland und
Kalifornien angebaut. Während die süße Mandel
hervorragend zum Backen eingesetzt werden kann, sollte man bei
der bitteren Mandel, wegen ihres giftigen Bestandteils der
Blausäure, auf künstlich hergestelltes
Bittermandelaroma zurückgreifen. Bei der Herstellung
desselben entsteht gar nicht erst Blausäure.
Der Mohn
Der Mohn ist eine sehr vielseitige Pflanze. Leider wird aber
daraus auch das Opium gewonnen, welches sehr schädlich
für den menschlichen Organismus ist. Der Mohn wächst in
den gemäßigten Klimazonen der nördlichen
Erdhalbkugel. Im Altertum wurde der Mohn als Heilmittel
verwendet, während es im Mittelalter als Nahrungmittel
Bedeutung gehabt hat. Heute wird der Mohn hauptsächlich zum
Backen verwendet.
Die Rosinen
Landläufig werden alle getrockneten Weinbeeren als Rosinen
bezeichnet. Rosinen sind die nur die
großen getrockneten Weinbeeren, die im Mittelmeerraum und
Kalifornien produziert werden. Man sollte beim Einkauf darauf
achten, das die Rosinen nicht geschwefelt sind. Diese Art der
Haltbarmachung kann das Aroma der Rosinen beeinflussen.
Die Korinthen sind die kleinen getrockneten Weinbeeren.
Durch den 60% Frucht- und Traubenzuckeranteil sind sie sehr
süß. Sie wurden zuerst in der Gegend um Korinth in
Griechenland angebaut. Daher stammt auch ihr Name. Die
Sultaninen stammen von der Sultanatraube ab. Sie wird
überwiegend in der Türkei kultiviert.
Das Orangenat
Zur Herstellung des Orangenats werden nur die Schalen bitterer
Orangen verwendet. Die Schalen werden zunächst erstmal durch
Wässern von ihrem Salzgehalt befreit und danach kurz
aufgekocht. Dadurch werden die Zellen aufnahmefähig für
den Zucker gemacht. Danach wird über die Schalen eine
verdünnte Zuckerlösung gegeben. Das Wasser der
Lösung wird verdampft, so daß die Zuckerkonzentration
nach 24h 70% beträgt. Die Schalen bleiben nun 5 Tage in
dieser Lösung, bis sie gesättigt sind. Nach den 5 Tagen
werden sie in kleine Würfel geschnitten und luftdicht
verpackt.
Das Zitronat
Hier verwendet man die Schalen der Zedratfrucht. Die Herstellung
des Zitronats erfolgt im wesentlichen genauso wie die Herstellung
des Orangenats.<7p>
Oft sind sie das Tüpfelchen auf dem "i" - die
Gewürze
Das Anis
Anis ist schon sehr langge bekannt. Schon 1000 v.Chr. wird Anis
auf den ägyptischen Papyrusrollen genannt und beschrieben.
Anis riecht angenehm süßlich und aromatisch, schmeckt
würzig-frisch und wird vor allem in der Weihnachtszeit in
Backwaren verwendet.
Der Ingwer
Seit dem frühen Mittelalter wird Ingwer als Gewürz- und
Heilpflanze genutzt. Typisch für die Ingwerknolle ist der
etwas eigenartige, kräftig aromatische Geruch sowie ihr
brennend scharfer Geschmack. Ingwer wird vor allem für
Süßspeisen, Konfekz, Kuchen und alle Arten von Brot
verwendet.
Das Kardamon
Kardamon stammt aus den indischen Bergwäldern und wird heute
vor allem in den südindischen Provinzen, Malaisa, Kambodscha
und Guatemala angebaut. Sein Geschmack erinnert etwas an
Eukalyptus. Bei uns wird es hauptsächlich für
Backwaren, Süßspeisen und süßliche
Marinaden verwendet.
Der Koriander
Koriander ist eines der ätesten Gewürze die Menschen
kennen. Die Urheimat es Korianders war vermutlich der
östliche Mittelmeerraum. Heute wird dieses Gewürz sogar
in Thüringen, Franken und Würtemberg angebaut. Sehr oft
wird Koriander für Brot- und Wurstmischungen verwendet, aber
auch in der Weihnachtsbäckerei ist es unentbehrlich.
Das Muskat
Dieses Gewürz unterteilt sich in verschiedenen Gruppen, der
Muskatnuß und der Muskatblüte. Die Muskatnuß
würzt jedoch intensiver als die Muskatblüte, die zwar
ähnlich wie die Muskatnuß duftet und schmeckt, aber
feiner, zarter und aromatischer. Die Einsatzgebiete für
beide sind gleich, hauptsächlich das feine, festliche
Backwerk.
Die Gewürznelke
Die Gewürznelke stammt von den Molukken, wo sie auch heute
noch angebaut werden. Für Getränke, Speisen und
Backwerk wird sie sehr gern verwendet.
Das Piment
Die Heimat des Piments ist im tropischen Mittelamerika. Frisch
gemahlene Pimentkörner werden in vielen Backrezepten
verwendet.
Die Vanille
Schon die Inkas kultivierten die Vanille, eine Kletterorchidee,
für medizinische Zwecke und als Würze für den
Kakao. Der größte Verbraucher von echter Vanille idt
die Schokoladenindustrie.
Der Zimt
Zimt ist eines der ältesten Gewürze der Welt. Die
heimat des Zimtes ist China und von dort brachten es die Araber
und phönizische Kaufleute nach Ägypten. Feines Backwerk
bekommt durch Zimt erst so richtig seinen Geschmack. |